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Mein Name ist Felix
eingezogen am 15.12.2004
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Der berühmte Käpt'n
Blaubär erzählt in seinem großen Buch über seine 13 1/2 Leben, dass alle Blaubären
ein
Geheimnis brauchen. Dies mache sie mysteriös
und
attraktiv.
Vielleicht bin ich ja auch ein Blaubär ...??? Jedenfalls habe ich auch mein großes Geheimnis! Niemandem habe ich bisher erzählt, wer ich wirklich bin und woher ich stamme. Ich, der Kater, der aus
der
Kälte kam... ;-)
Jedenfalls bin ich irgendwann im Frühling 2004 irgendwo geboren. An einem grauen Novembertag bin ich plötzlich in Holzkirchen bei München aufgetaucht. Ausgerechnet auf der Hauptstraße. Huch, war das unheimlich! Autos!! Soo viele! Und soo schnell!
Also bin ich bei der erstbesten Türe, die offen stand, hinein geflitzt. Ein Verkaufsladen. Mit Büro im Hinterzimmer. Da bin ich auch sofort hinein und - oh schön - da saß ein Mensch. Also ich nichts wie rauf auf die Menschenknie und laut schnurren. Na, was sag ich euch. Dieser Mensch war sofort und auf der Stelle in mich verknallt. Inzwischen habe ich ja Verständnis für solche Gefühlssachen - ich bin nun einmal unwiderstehlich und früher oder später verlieben sie sich alle! Wo war ich stehen geblieben? Ja, Sigi. Das war mein Retter. Hat sofort einen Freund angerufen, der ein Geschäft für Heimtierbedarf hat und Futter und alles organisiert. Und dann hat er mich mit nach Hause genommen und sich um mich gekümmert. Ich war schließlich schon ein paar Tage unterwegs und habe nicht so hübsch ausgesehen wie heute. Fell verstrubbelt, Katzenschnupfen eingefangen, ausgehungert,... Er hat mich auch zu einem Tierarzt geschleppt, was ich nicht ganz soo toll fand. Aber im großen und ganzen schien es so, als hätte ich Glück gehabt. Ich hatte mich gerade so eingelebt, alles war schön und ich habe mich wohl gefühlt. Aber oh Schreck!! An einem gemütlicher Sonntag im Dezember war Besuch angesagt. Nachmittagskaffee. Alles ganz harmlos. Ein fremder Mann und eine fremde Frau. Die beiden Fremden haben mich aber gleich so komisch angeschaut: "Ach, ist der süüß, wie lieb, wie klein, wie schnuckelig,...". Mein Sigi war ein bisschen traurig. Also habe ich die Ohren gespitzt und zugehört und dann wusste ich Bescheid: mein heldenhafter Retter wollte mich loswerden! Verrat!!! Papperlapapp!! Von wegen, ich wäre den ganzen Tag allein und niemand hätte Zeit, sich richtig um mich zu kümmern. Ich wäre angeblich arm und bräuchte Gesellschaft und Abwechslung. Blödsinn! He Leute, ich finde es hier toll! Hört mich denn keiner???!! Ihr ahnt schon, was jetzt kommt? Ja. Ich wurde in einen Käfig gestopft und in ein Auto verfrachtet und ab ging es mit mir in eine ungewisse Zukunft... Die beiden Fremden haben die ganze Fahrt auf mich eingesülzt. Aber ich habe nicht hingehört. Ich war fest entschlossen, mit diesen beiden rede ich kein Wort! Nie! Später wurde ich mit Käfig in ein Haus getragen, abgestellt und die Käfigtür geöffnet. Ja, ihr glaubt es nicht. Habe ich Augen gemacht! Das hatte mir ja keiner gesagt! Wenn ich das gewußt hätte, wäre ich ja freiwillig mitgekommen!! Die haben hier KATER!!! Und einer schaut so aus wie ICH!! (Also so, wie ich in 2 Jahren ausschauen will ...) Mann, soo ein schönes Tier! Grau und weiß, wie ich! Und so rieesig! Und er heißt Ossito (hihi, Ossito ist spanisch und heißt: Bärchen. Gut, dass mich mein Retter Felix getauft hat. Die Großen hätten sich wer weiß was einfallen lassen). Aber das war noch nicht alles! In der Ecke, unter einem Sessel, saß ein ebenso großer, feuerroter Kater! Er war mager und sah sehr ernst aus. Und irgendwie Ehrfurcht gebietend. Das war Garfield. Wir hatten alle ein bisschen Angst. Aber das, was der riesige, starke, Ossito da geboten hat, grenzt schon ans Peinliche. Ich will nicht näher darauf eingehen. Vielleicht erzählt er es ja selbst (versteckt hat er sich). Garfield, hat sich herausgestellt, ist schwer krank. Sehr schade! Ein echt Netter! Der hat mich auch sofort gemocht. Nach zwei Tagen habe ich schon das erste Mal nach seinem Schwanz geangelt und geknurrt hat er erst, als ich herzhaft 'rein gebissen habe ... Ich habe ihn leider nur 3 Wochen gekannt. Wir hätten viel Spaß miteinander gehabt. Aber da ist zum Glück noch Ossito. Ich glaube, der konnte mich zuerst überhaupt nicht leiden. Wegen mir war die Katzentüre immer geschlossen und er durfte nur stundenweise hinaus gehen. Aber die Großen haben gesagt, so lange mein Katzenschnupfen nicht ausgeheilt ist, darf ich nicht raus. Mann, die können enervierend konsequent sein! Aber in der letzten Februarwoche war es dann endlich so weit. Die Katzentüre wurde zuerst nur für Stunden und unter Aufsicht, dann aber bald für den ganzen Tag geöffnet. Und jetzt führe ich das Leben, das einem Kater wie mir angemessen ist: Ich komme und gehe tagsüber nach eigenem Belieben; ich besuche die Nachbarkatze Miezi, die auch eine Katzentüre hat und immer zu uns zum Fressen kommt; ich klettere auf alle Bäume in der Nähe; jeden Vormittag jage ich den Hasen aus der Nachbarschaft, der am Vormittag in seinen Laufstall darf; und ich kontrolliert, ob die Großen regelmäßig nach Hause kommen, das Futter auffüllen und mit mir spielen. Manchmal schmuse ich auch. Aber lieber mit dem Ossito. Meine Beziehung zu Ossito hat sich inzwischen erheblich verbessert, was ihr in der Wochengalerie ab KW03/2005 besichtigen könnt ... Mit den Großen wollte ich ja eigentlich kein Wort reden. Aber irgendwie mag ich sie jetzt doch und wenn der Mann mein Kinn krault, fallen mir einfach die Augen zu ... Liebe Grüße bis bald, Euer Felix |