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Mein Name ist
Ossito
eingezogen am 22.9.2000
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![]() Ich bin vermutlich 1998 geboren (mit Zahlen kenn ich mich nicht so aus). Aufgewachsen bin ich in München - ich bin ein echter
Stadt-Kater - nicht so ein Bauernlümmel wie so manche ... Aber ich nenn
hier keine Namen, dazu bin ich zu fein.
Meine Jungend habe ich irgendwie verdrängt, aber ich
erinnere mich noch gut, dass ich plötzlich ganz alleine war. Auf
einem Dach. In München. Zum Glück haben da Menschen Wohnungen mit
Dachfenstern. Und zum Glück waren welche dabei die mir Futter gegeben
haben, wenn ich nur lange genug auf dem Fensterbrett gesessen und laut
geschrieen habe.
Als der Winter kam, hat mich einer dieser Menschen in
seine kleine Wohnung gelassen und ich durfte dort schlafen und fressen.
Aber lange habe ich es dort nie ausgehalten - ich musste
einfach immer wieder hinaus. Dann ist dieser Mensch sehr krank
geworden und er hat den Katzenschutzbund informiert, dass es mich gibt und
dass ich ein ordentliches Zuhause brauche. Die haben auch sofort
jemand gefunden und die haben mich gleich eingepackt und mitgenommen.
Huch, da habe ich aber echt Schiss gehabt. Zuerst Auto fahren,
raus vor die Stadt. Dann wurde der Käfig aufgemacht und ich bin erst
einmal wie der Blitz treppab in den Keller. Dort habe ich die ersten Tage
erst einmal unter einem Weinregal verbracht (- zumindest zu den
Zeiten, wo die Menschen da waren). Obwohl ich wirklich Panik hatte, habe
ich doch gemerkt, dass ich hier nicht allein bin. Da war schon ein Kater.
Ein großer, roter. Wow!
Tja, so war das. Damals. Die Menschen haben sich
bemüht, mein Vertrauen zu gewinnen und sich interessant für mich zu
machen. Und ich habe das gleiche beim Garfield versucht. Der wollte mich
zuerst gar nicht. Dabei habe ich mich doch immer sooo schön
angeschlichen und bin dann so schön auf seinem Rücken gelandet!
Ha, da hat er aber gespuckt vor lauter Fauchen und Protestieren. Aber ich
fand es toll. Und ich habe auch niemals aufgegeben, es immer und
immer wieder versucht. Und wenn er geschlafen hat, habe ich mich heimlich
dazu gelegt. Manchmal hat er so getan, als ob er es nicht merkt und
ist einfach liegen geblieben. Aber später waren wir dann richtig dufte
Kumpel.
Überhaupt bin ich ein großer Freund meiner Artgenossen und
pflege enge Beziehungen in der Nachbarschaft. Dabei musste ich anfangs
wirklich sehr viel lernen. Als Dachkater bin ich ja niemals auf die Idee
gekommen zu springen.
Das hat Wochen gedauert, bis ich den Gartenzaun zum Nachbargarten
einigermaßen elegant überwinden konnte.
Und das viele Grünzeug, das zu ebener Erde wächst. Finde
ich übrigens immer noch klasse: schnuppern, abschlabbern, draufsetzen und
reinlegen: Katzenminze, Petersilie, Melisse, Salbei, Thymian, ... da kann
ich gar nicht genug davon bekommen. Inzwischen haben die Menschen das
kapiert und pflanzen das Zeug reichlich für mich. Ja, ich bin auch in der Küche
ein Freund von gut Riechendem: Ingwer, Pfeffer, Koriander, Möhren und Petersielwurzeln, Petersilie sowieso. Die Menschen nennen mich Junky, das
ist sicher der Fachbegriff für besonders kompetente Leute im Bereich des
Duftenden ...
Im Haushalt bin ich inzwischen eine unverzichtbare Hilfe
bei unzähligen Handgriffen und Tätigkeiten von der Wäsche bis zu
Büroarbeiten.
Zur Entspannung lasse ich abends die Menschen mit mir
spielen. Besonders die Frau ist da sehr begabt (ist auch sonst meine Liebe
- und ich bin ihr "Schnuff") und beim Mann darf ich dann im Bart knabbern
oder am Ohr. Muss ich an dieser Stelle noch erzählen, wer wo und wie
schläft? Ich glaube, das behalte ich für mich ...
Was ich sonst noch treibe, könnt Ihr in der Wochengalerie
bewundern.
Euer Ossito
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